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Besuch der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig

  • 19. Nov. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Am Donnerstag, den 09.Oktober 2025 konnten wir im Namen des Bürgerverein Essenrode mit 13 Personen die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig am dortigen Flughafen besuchen. Hinter dem sperrigen Namen BFU verbirgt sich eine Dienststelle der Bundesrepublik Deutschland, die rund um die Uhr erreichbar ist und alle zivilen Luftfahrtunfälle in Deutschland untersucht. Doch nicht nur in Deutschland: Wenn deutsche Flugzeuge im Ausland einen Unfall haben oder mehr als 3 deutsche Passagiere in einem Flugzeug im Ausland verunglücken, so wird die BFU eingeschaltet. Es geht immer um technische Klärung, nicht um rechtliche oder gar strafrechtliche Klärung.

39 Mitarbeiter, davon 20 Flugunfalluntersucher am Standort Braunschweig, ermitteln unter Einschaltung von vielen anderen Behörden und Einrichtungen, und versuchen, den jeweiligen Unfall zu rekonstruieren und in einem Abschlussbericht, der auch Monate oder Jahre später erst abschließend erstellt werden kann, die Unfallursache zu veröffentlichen. Herr Nehmsch erläuterte uns an Fallbeispielen, mit welch unterschiedlichen und teils recht komplizierten Unfalluntersuchungen die Dienststelle, so auch er, zu tun gehabt hat und auch noch zu tun hat. Dies wurde insbesondere bei der anschließenden Begehung der Halle mit den jeweiligen Trümmerteilen der Unfallmaschinen und Geräte sichtbar: Teilweise waren es viele kleine Mosaiksteine, Trümmerteile, die zu Bauteilen von den jeweiligen Luftfahrzeugen zusammengetragen werden konnten. Wenn die Unglücksursache ermittelt worden ist, werden damit auch wertvolle Hinweise und Empfehlungen zur zukünftigen Vermeidung solcher Unfälle gegeben.

Zur Statistik: Im Jahr 2024 gingen 270 Unfallmeldungen ein und 35-40 schwere Störungen. Herr Nehmsch führte aber auch aus, dass insgesamt der Flugbetrieb sicherer geworden ist und ca 7 – 9 negative Punkte zusammenkommen müssen, ehe es zu einem Unfall kommt. Wir konnten uns einen Flugschreiber und einen Voicerecorder ansehen, die nach einem Unfall in der Regel geborgen werden können und die Auswertung der aufgezeichneten Daten und Gespräche Rückschluss auf den Flug geben können. Die Dienststelle veröffentlicht Ihre Arbeit für interessierte Bürger unter www.bfu-web.de

Der Besuch war recht kurzweilig und intensiv und es war hoch interessant, hinter die Kulissen der BFU schauen zu dürfen. Nach einem herzlichen Dankeschön an Herrn Nehmsch trat die Gruppe vom Bürgerverein den Heimweg an, mit der Ankündigung für die nächste Exkursion, die im Frühjahr zum Friedrich-Löffler-Institut in Braunschweig führen soll, um das dortige Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit zu besuchen.

Herm Henkel, Essenrode



 
 
 

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